Digital Bolex D16

Posted by on Mar 16, 2012 in Gear, News
Digital Bolex D16

 

In den USA ist Kickstarter eine der führenden Plattformen um für ein Projekt “Funding” von vielen Privatpersonen zu bekommen. Zu Beginn wird die Höhe der benötigten Summe definiert und anschliessend werden über einen bestimmten Zeitraum Investoren gesucht. Wird die Zielsumme nicht erreicht, kommt das Projekt nicht zu Stande.

Es ist eine gute Möglichkeit für Privatpersonen oder Startups Geld für kleine bis mittelgrosse Projekte zu bekommen, ohne auf einen VC oder Angel Investor zurückgreifen zu müssen.

Meist wird das beworbene Produkt bereits vorab verkauft (zu einem günstigeren Preis und/oder mit einer Bonuszugabe) oder es werden andere Anreize geschaffen, Geld in das Projekt zu stecken.

 

Ich empfehle euch bei Gelegenheit einen Blick auf kickstarter.com zu werfen. In letzter Zeit sehe ich immer mehr tolle Projekte mit Bezug zum Foto- und Filmmillieu.

 

 

Das Projekt Digital Bolex D16 von Joe Rubinstein und Elle Schneider gehört mit einer Zielsumme von 100’000 USD zu den grösseren Projekten bei Kickstarter und die Tatsache, dass es heute (26 Tage vor Schluss) bereits 285’483 USD gesammelt hat spricht für das Potenzial, welches die Filmgemeinde in diesem Projekt vermutet.

In den ersten zwei Tagen waren bereits 91 der 100 Kameras der ersten Produktionscharge bereits verkauft!

 

Ziel von Joe ist es eine digitale Filmkamera zu entwickeln, welche es erlaubt unkomprimiertes, qualitativ extrem hochwertiges Filmmaterial aufzunehmen und das zu einem extrem günstigen Preis.

We want to make RAW footage available to everyone, just like consumer 16mm film cameras did decades ago for families and independent filmmakers.

Der Preis der fertigen Kamera soll bei ca. 3000 USD liegen und somit nochmals unter dem der 5D MK3.

Kickstarter Projekt für eine digitale Bolex Kamera

 

Angelehnt ist die Kamera an den legendären Bolex Kameras, welche ab den 30er Jahren sehr beliebt waren. Man bekam Feinmechanik “Made in Switzerland” und eine enorm gute Bildqualität zu einem erschwinglichen Preis.

Die Bolex H16, eine 16mm Filmkamera, erlangte damals schnell Weltruhm. Sie überzeugte durch Verarbeitung und Bildqualität und war im Betrieb auf Grund ihres 16mm Filmes im Vergleich zu 35mm Film sechsmal günstiger.

 

Leider verpasste Paillard-Bolex mit dem Aufkommen der Super-8-Filmkameras Ende der 60er Jahre den Anschluss und wurde 1974 liquidiert und von Eumig aufgekauft.

Nun soll die Bolex, oder besser gesagt ihre Werte (Bildqualität zu einem erschwinglichen Preis), wieder aufleben.

 

Für die Entwicklung der Digital Bolex kooperierte  Joe Rubinstein und Elle Schneider mit der schweizerischen Firma BOLEX INTERNATIONAL SA, ein Überbleibsel der damaligen Paillard-Bolex.

 

 

 

 

 

 

Hier sind die Daten der Kamera:

 

Resolution 2048 x 1152 (Super 16mm mode) + 1920 x 1080 pixels (16mm mode)
Format Adobe Cinema DNG, TIFF, JPEG Image sequences
Colour depth 12 bit – 4:4:4
File size 2 to 3 MB per frame in RAW
Sensor Kodak CCD: 12.85 mm (H) x 9.64 mm (V) – Similar to Super 16mm
Pixel Size 5.5 micron (compared to the 4.3 micron size of many DSLRs)
Framerate up to 32 fps at 2K, 60fps at 720p, 90 fps at 480p
Sound Balanced, 2 channel, 16 bit, 48 kHz via XLR
Viewfinder 320×240, 2.4” diagonal, with Focus Assist
Video out 640 x 480 B&W via ⅛” video jack (HD-SDI avail in separate unit)
Ports ⅛” video, headphone, USB 3.0, Audio XLR (2), 4-PIN XLR
Data Storage Dual CF card slots, SSD (buffer drive)
Power Internal battery, 12V External via 4 pin XLR port
Body Milled steel and hard plastic
Size (body) Approximately 5”H (without pistol grip) by 4”W by 8”D
Size (grip) 5”H by 2”W by 5”D
Lens mount C-mount comes standard; Optional PL, EF, B4
Weight 5lbs
ISO Options 100, 200, 400
Also in the box           pistol grip, USB 3.0 cable, internal battery, 4 pin XLR Battery, cable, video cable, transcoder/raw conversion software

 

Daten zum Download als PDF-File.

 

Der Sensor der Kamera kommt von Kodak und ist in der Lage 2K Aufnahmen zu machen, die von der Qualität mit denen von 16mm Film vergleichbar sind. Aufnahmen werden in DNG, TIFF oder JPEG auf CF-Karten gespeichert. Auch hierbei wurde darauf geachtet, die “Unterhaltskosten” gering zu halten. Aus diesem Grund besitzt die Kamera einen internen SSD Puffer, der es erlaubt auch günstigere, langsamere CF-Karten zu verwenden. Eine 32gb CF-Karte ist in ca. 8-10 min “aufgebraucht”.

 

Der Anreiz von unkomprimierten Aufnahmen ist, dass man deutlich mehr Möglichkeiten im Postprocessing hat und ausserdem die, bei heutigen DSLRs, durch Kompression hervorgerufenen Probleme wegfallen. Mit Adobe DNG setzt die Digital Bolex auf einen öffentlichen Standard. Somit werden die Aufnahmen in etlichen Jahren und unabhängig vom Bestehen der Firma lesbar sein.

Dies ist meiner Meinung nach ein grosser Punkt den wir in den kommenden Jahren vermehrt sehen werden.

 

Durch den Einsatz eines CCD Chips kann ein weiterer Nachteil heutiger DSLRs, nämlich Rolling-Shutter, beseitigt werden.

 

 

Die geplante Markteinführung ist August 2012.

 

 

Hier ist ein Interview, dass Philip Bloom, ein DP aus England, mit Joe Rubinstein und Elle Schneider über die Hintergründe der Kamera und den aktuellen Stand des Projektes geführt hat.

 

 

 

Falls ihr an mehr Informationen interessiert seid, geht’s hier zur offiziellen Digital Bolex Seite: http://www.digitalbolex.com/

 

Wer gerne eine D16 kaufen oder das Projekt unterstützen möchte: http://www.kickstarter.com/projects/joedp/the-digital-bolex-the-1st-affordable-digital-cinem?ref=card

 

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